EZV - Nachträgliche Ausstellung von Warenverkehrsbescheinigungen

Zuständig für die nachträgliche Ausstellung von Warenverkehrsbescheinigungen ist nicht die Ausfuhrzollstelle, sondern die Zollkreisdirektion, in deren Kreis der Ausführer seinen Geschäftssitz hat. Im Gegensatz zur Ausstellung bei der Ausfuhr, dürfen WVB nur nachträglich ausgestellt werden, wenn der Ursprung tatsächlich nachgewiesen wurde.

Nachträgliche Ausstellungen sind deshalb sowohl für den Ausführer als auch für die EZV mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Darüber hinaus sind sie gebührenpflichtig.

Es ist deshalb sicherzustellen, dass der Antrag auf WVB anlässlich der Ausfuhr nicht versehentlich unterlassen wird, sondern die WVB zur Beglaubigung vorgelegt wird. Gegebenenfalls ist der Vertreter (Spediteur, Logistiker) entsprechend zu beauftragen und zu informieren.

Sollte es trotzdem nötig werden, die nachträgliche Ausstellung einer WVB zu beantragen, ist darauf zu achten, das Gesuch von Anfang an mit den richtigen Unterlagen zu stellen:

  • Vollständig ausgefüllte und unterzeichnete WVB mit Antrag
    (Rückseite Blatt 3)
  • evtl. Vollmacht
  • Kopie der Veranlagungsverfügung Ausfuhr
  • Kopie Exportrechnung
  • alle Belege, welche nötig sind, den Ursprung nachzuweisen, d.h. je nach Fall: Fabrikationsunterlagen, Ursprungskalkulation, Einfuhr-Veranlagungsverfügungen für Vormaterialien / Vorursprungsnachweise, Lieferantenerklärungen etc.

 

Quelle: EZV – Newsletter Ursprungs und Freihandelsabkommen September 2017

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